aktuelles


Gold, Weihrauch und Myrrhe -

Hugo Erbes Drei-Könige-Präparat

 

Hugo Erbe, der im Laufe seines 70jährigen Lebens (1895-1965) viele Naturkräfte intensiv untersuchte, hat die Bio-Dynamik um einige spezielle Präparate bereichert, von denen das Dreikönige-Präparat als das edelste und in der heutigen Zeit vielleicht notwendigste gelten kann.

 

Es dient – vereinfacht gesagt – dem Schutz von Landschaftsräumen auf höherer Kräfteebene; dies kann der eigene Grund und Boden sein oder, selbstloser, ein beliebiges Stück Land, das man als gefährdet und schutzbedürftig erkannt hat. Mit Hugo Erbes eigenen Worten:

 

Die drei Könige aus dem Morgenland brach­ten als Mysterien-Weise dem Jesus-Kinde in Bethlehem

 die Opfergaben Gold, Weihrauch und Myrrhen dar.

           Gold als Symbol der äußeren, weisheits­vollen Macht,

          Weihrauch als Symbol des opfervoll ver­schwebenden Weltenäthers, in dem der Geist lebt, und

          Myrrhen als Symbol des Sieges des Lebens über den Tod.

Diese drei Substanzen galten den Einge­weihten aller Zeiten als Zeichen für die Bewusstheit des Geistgeschehens, welches sich hinter den physischen Erscheinungsfor­men vollzieht.

Diese drei geheiligten Substanzen dienen nun auch in dem Drei-Könige-Präparat in entsprechender Verarbeitung als Opfergaben, als Zeichen des Erkennens des Zusammenwir­kens geistiger Wesenheiten im irdischen Be­reich.

Wenn wir das Drei-Könige-Präparat anwen­den, erbitten wir die Hilfe der geistigen Welt in unserem Bemühen, bedrohende und schädigende Mächte zu besiegen. Wir schaf­fen dadurch einen "Magischen Kreis", den bösartige Wesen als solchen erkennen. Zu­gleich fühlen sie sich in ihren negativen Bestrebungen erkannt. Dies zwingt sie dazu, vor diesem "Magischen Kreise" zurückzuwei­chen.“

 

Wie Sie an diesem kurzen Ausschnitt sehen können, setzt man hier starke Kräfte frei, weshalb das Präparat niemals gedankenlos oder routinemäßig angewandt werden sollte, sondern nur da, wo man eine echte Notwendigkeit erkennt.

 

Wenn Sie das Drei-Könige-Präparat selbst einsetzen wollen, finden Sie eine detaillierte Anleitung hier.

 


portrait einer bemerkenswerten heilpflanze: artemisia annua

Warum.... haben wir diese Pflanze nicht schon viel früher beachtet? Sie ist so hilfreich in vielfältiger Form und so leicht zu ziehen – eine ideale Ergänzung für die eigene Gesundheitsapotheke.....

Wieder einmal ist uns Asien – speziell China – an medizinischen Kenntnissen ein gutes Stück voraus, denn dort zählt Artemisia annua seit etlichen Jahrhunderten zu den bewährten Heilpflanzen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Botanisch eng verwandt ist er dem heimischen Ausdauernden Beifuß und Wermut, die beide gesundheitsfördernd wirken, jedoch von Artemisia annua deutlich übertroffen werden.
Was macht den einjährigen Beifuß nun so bemerkenswert und medizinisch wertvoll? Neben dem Hauptwirkstoff Artemisinin enthält er eine hohe Konzentration an Vitamin E, diverse Eiweiße, Ballaststoffe.... insgesamt sind mehr als 600 Wirkkomponenten in der Pflanze vereint. Zentral: Sein sehr hohes antioxidatives Potenzial - Artemisia annua zählt zu den vier weltweit stärksten Antioxidantien im Pflanzenreich.
Dies bedeutet: Eine sehr hohe Abwehrleistung gegen Parasiten aller Art – seien es Bakterien, Viren oder Pilze – und damit eine starke Wirkung auf eine Vielzahl von chronischen und schwerwiegenden Krankheiten.
Wissenschaftlich belegt sind erkennbare Verbesserungen oder auch vollständige Heilung etwa bei
Borreliose – Asthma – Arthritis – Alzheimer. Bei Krebserkrankungen wurde eine selektive Vernichtung von Tumorzellen beobachtet, außerdem gilt der Wirkstoff Artemisinin heute als hochwirksames Malariamittel – eine Erkenntnis, für die eine chinesische Forscherin 2015 mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Wie verwendet man Artemisia annua?
Die höchste Wirkstoffkonzentration findet sich in den Blättern, was für den Nutzer und Anbauer in zweifacher Hinsicht vorteilhaft genannt werden kann: Zum einen ist Blattmasse mengenmäßig reichlich vorhanden, zum anderen schnell verfügbar und leicht zu ernten – im Gegensatz zu Pflanzenwurzeln etwa, die meist mehrere Jahre brauchen, um Heilkräfte zu entwickeln.
Artemisia-Blätter können frisch oder getrocknet als Teekraut verwendet werden – (3)-5 g getrocknete bzw. 25 g frische Blätter auf 1 Liter Wasser. Alternativ kann auch Blattpulver in Nahrungsmittel wie Smoothies oder süßen Joghurt eingerührt werden. Vorsorgliche Warnung: Artemisia enthält viele Bitterstoffe und kann nicht gerade als Genussmittel gelten!

Hinweise für den Eigenanbau
ähnlich wie die Brenn-Nessel ist auch der Artemisia annua eine Art „Kosmopolit“. man findet ihn in gemäßigten, subtropischen und sogar tropischen Breiten, weshalb er, obwohl hier ursprünglich nicht heimisch, auch in Mitteleuropa sehr gut gedeiht.
Unter günstigen Wuchsbedingungen erreicht er eine Höhe vom 2,5 m, meistens jedoch nicht mehr als 1,5 m, und kann somit auch gut in Kübeln oder Balkonkästen gezogen werden. Die Pflanze wächst einjährig, wie der Artname „annua“ schon verrät, doch da es sich um eine Wildart handelt, kann man problemlos Samen zur Weitervermehrung ernten.
Diese werden ab Februar auf der Fensterbank/im Gewächshaus vorgezogen (Achtung: Lichtkeimer!) und später ins Freiland gepflanzt (Abstand ca. 50 cm) Für optimales Gedeihen braucht der Einjährige Beifuß vor allem Sonne und feuchten Boden – hingegen ist nur wenig Dünger angesagt – gelegentliche Gaben von reifem Kompost sind jedoch durchaus willkommen.

 

Quelle: Simonsohn, Barbara "Artemisia annua - Heilpflanze der Götter"

 

Das Buch ist ab sofort im Online-Shop erhältlich - Saatgut für die Selbstanzucht wird es in kleinen Mengen ab Februar geben!

 


BAUMANSTRICHE – IHRE HERSTELLUNG, IHRE WIRKUNG

Zur umfassenden Pflege namentlich der Obstbäume gehört ein regelmäßig vorgenommener Baumanstrich. Etwa alle 2-3 Jahre, am besten im Spätherbst bei trockenem, frostfreiem Wetter, sollten die Stämme mit einer Schutz- und Nährpaste bestrichen werden. Diese bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Bei regelmäßiger Anwendung werden die Stämme glatt und ebenmäßig, so dass überwinternde Schadinsekten oder Pilzsporen wenig Möglichkeiten zum Einnisten finden. Zudem macht die Zufuhr von Kieselsäure , die in den meisten Baumanstrichen enthalten ist, die Zellen der Außenhaut robuster und damit resistenter gegen Schädlingsbefall.

Tonerden, Lehm oder Kuhfladen sind als Grundstoffe besonders empfehlenswert, denn sie stellen zugleich Nährstofflieferanten und Heilmittel dar: Zum einen heilen sie kleine Wunden und halten die Rinde elastisch, zum anderen führen sie durch langsame Abwaschung dem Boden kontinuierlich Nährstoffe zu. Auch können sie, ähnlich wie bei der menschlichen Haut, durch die Baumrinde direkt aufgenommen werden.
Baumanstriche sollten möglichst hell- oder weißgetönt sein, d.h. einen Kalkzusatz enthalten, da die helle Farbe die Wintersonne reflektiert und damit ein einseitiges Erhitzen des Stammes verhindert, das zu Rindenrissen führen könnte.

Beim Aufbringen gibt es einige ein paar einfache Grundregeln, um ein gutes, haltbares Ergebnis zu erzielen:

  1. Vorreinigung des Stammes, Entfernung loser Rindenteilchen, Algen etc. mit Hilfe einer Draht- oder Wurzelbürste
  2. Auftragen des dickflüssigen ("kleisterartigen") Anstrichs mit einem Malerquast, einem alten Handfeger o.ä.
  3. Bei entsprechender Verdünnung, am besten mit Schachtelhalmtee (erhöht den Kieselsäuregehalt!), kann die Mischung auch ausgesprüht werden – auf diese Weise kann man auch den gesamten Kronenraum mitbehandeln, was sich bei hartnäckigem Pilzbefall als sehr wirkungsvoll erwiesen hat.

Geeignete Anstrichpasten lassen sich auch mit wenig Aufwand selbst herstellen. Hier zwei Rezept-Klassiker von erfahrenen Gartenpraktikern:

Heinz Erven, einer der Pioniere des biologischen Gartenbaus, verwendete für seine Obstanlage folgende Mischung:
Kaolin (eine Porzellanerde) oder Kalk mit Kuhfladen und Regenwasser zu einem Brei verrühren und 24 Stunden quellen lassen.
Danach zu einer streichfähigen Masse verdünnen und zur Verbesserung der Haftfähigkeit 2 - 3 % Natronwasserglas hinzugeben.
Baumstämme nach Reinigung bis zum Wurzelansatz mit der Schutzpaste bestreichen.


Frau Maria Thun empfiehlt folgendes Rezept (zitiert nach "Aussaattage 2010", S. 59):

"Die Herstellung der Baumpaste
In einen Holzbottich geben wir 10 kg Rinderfladen, 10 kg Lehm, 2,5 kg Basaltmehl, 2,5 kg Holzasche, 1 Liter Molke. Das Ganze wird 1 Stunde lang mit dem Spaten umgestochen, also dynamisiert.
Man kann die Paste an einem dunklen, kühlen Ort stehen lassen und über Wochen davon verbrauchen.“

Außerdem:
Die selbstgefertigten Lehmanstriche eignen sich auch sehr gut zur Wundheilung, besonders mit desinfizierenden Zusätzen wie Grapefruitkern-Extrakt oder Lebermoos-Extrakt zur Pilzabwehr. Die Haftdauer am Baum ist geringer als bei käuflichen Mitteln – daher öfters erneuern. Ein Zusatz von Wasserglas (2-3%) ist ebenfalls empfehlenswert, um ein vorzeitiges Abwaschen zu verhindern - Kali-Wasserglas entspricht wegen der zusätzlichen Kalium-Versorgung eher den Pflanzenbedürfnissen als Natrium-Wasserglas.

 

Und ein Tipp aus der Praxis: Gartenlehm ist zwar tauglich als Anstrichbasis, aber sehr mühsam "glattzurühren" - wesentlich komfortabler - wenn auch teurer - geht es mit Bentonit Tonmehl.


Krebswunden wäscht man am besten nach gründlichem Ausschnitt mit einem Kaltwasserauszug von Kapuzinerkresse aus oder – alternativ – mit einer schwachen Kaliumpermanganat-Lösung (aus der Apotheke) und trägt danach die Lehm-Fladenpaste auf.

 

Zutaten für eigene Baumanstriche finden Sie z.B. unter:

Bentonit   -   Basaltmehl   -   Kaolin   -   Kali-Wasserglas   -   Lebermoos-Extrakt   -   Grapefruitkern-Extrakt

 

Oder wenn Sie die fertige Mischung bevorzugen:   Kuhfladen-Baumanstrich

 

 


nacktschnecken - ganz vorne in der liste der größten gartenplagen

Gäbe es einen Wettbewerb um den Titel "hartnäckigste Gartenplage", so hätten die Schnecken beste Siegeschancen – allenfalls Pilze und Wühlmäuse könnten ihnen noch den Rang ablaufen. So berühmt ihre Langsamkeit ist, ebenso groß, wenn nicht größer, sind ihre Ausdauer, ihre Fresslust und ihre Vermehrungsfreudigkeit. Gegen diese Waffen ist schwer anzukommen - was unter anderem dazu geführt hat, dass über Schnecken eigene Bücher verfasst wurden, eine "Ehre", die nur wenigen Schädlingen zuteil wird.

Ein Grund, warum man sich an diesem Weichtier "die Zähne ausbeißen kann" ist der Umstand, dass Schnecken nicht einheitlich auf (biologische) Abwehrmaßnahmen reagieren.
Das Erfolgsrezept des einen fruchtet im anderen Fall fast gar nichts und wird enttäuscht als "nicht tauglich" abgetan; die spezifische Situation jedes Gartens scheint hierbei eine entscheidende Rolle zu spielen.
Als "Schneckengeplagter" wird man nicht umhin können, mehrere Methoden "durchzuprobieren", bis man die richtige gefunden hat; meistens wird es auf eine Kombination von verschiedenen Maßnahmen hinauslaufen.
Um eine Entscheidungshilfe zu bieten, sollen hier die Methoden, die sich in der Praxis als die wirkungsvollsten erwiesen haben, kurz skizziert werden - von A wie Absammeln bis Z wie (Schnecken)zaun:

  • Absammeln - man wird nie völlig darauf verzichten können, egal, welche sonstigen Maßnahmen man ergreift. Ein gewisser Schneckenbesatz muss hingenommen werden - er ist natürlich und dient vielen anderen Tieren auch als Nahrung.
  • Bierfallen - eine altbewährtes Mittel, durchaus wirksam, aber nicht über alle Kritik erhaben: Bierfallen werden nicht nur Schnecken, sondern auch andern Bodentiere (v. a. Laufkäfer) zur tödlichen Falle - wobei es sich gerade bei Laufkäfern um Schneckenvertilger handelt. Auch können die Fallen bei echten Schnecken-Invasionen nur einen geringen Anteil vernichten.
  • Bretter - auch Platten, Säcke, Tontöpfe o.ä. sind gute Sammelstellen, unter die sich Schnecken tagsüber zurückziehen, durch regelmäßiges Anheben kann man sie leicht einsammeln.
  • Feinde, natürliche - mit vereinten Kräften ist es leichter! Igel, Bindschleichen, Kröten, Laufkäfer, Spitzmäuse vertilgen einen Gutteil der Schnecken-Population, ohne dass man einen Finger dafür rührt. Aber vorher sollte man sich sachkundig machen, damit man nicht Arten angesiedelt, für die keine geeigneten Lebensbedingungen bestehen.
  • Hornkiesel - ein "Geheimtipp"! Das biologisch-dynamische Präparat (s. dort) aus gemahlenem Bergkristall dient eigentlich zu erhöhten Aufnahme der Lichtkräfte in grünen Pflanzen - nebenbei schafft es auch eine Atmosphäre, in der Schnecken sich unwohl fühlen - und sich zurückziehen. Ausgesprüht in homöopathischen Dosierungen (1 g/6 l Wasser) wirkt es nach nachhaltig, ohne eine Lebewesen abzutöten.
  • Lockmittel - oder "Ablenk-Manöver" als Taktik: Beliebte Fresspflanzen wie Tagetes, Salatblätter, junge Bohnenpflanzen etc. in Nähe gefährdeter Pflanzen anpflanzen (auslegen), hält zumindest einen Teil der Fresser von den schutzwürdigen Pflanzen fern. In Kombination mit ausgelegten Brettern oder Absammeln sehr wirkungsvoll.
  • Lebermoos-Extrakt – ein Mittel, das in wissenschaftlichen Versuchsreihen beachtliche Erfolge brachte: Schon 1%ige Verdünnungen über die Pflanzen gesprüht, nahmen den Schnecken den Appetit. Muss allerdings nach Regen erneuert werden!
  • Quarzsand - zieht Lichtkräfte an, reflektiert Licht, was Schnecken gar nicht mögen. Als breiter Streifen (mind. 30 cm) am Beetrand oder um die Einzelpflanzen gestreut, ist er in trockenem Zustand zugleich eine Kriechbarriere. Weit wirkungsvoller ist jedoch Hornkiesel (ebenfall Quarz), der auf Einfangen der Lichtkräfte "spezialisiert" ist.
  • Schneckenzaun – sofern er richtig gefertigt ist, eine sehr wirksame Abwehr. Kauft man ihn fertig, ist er keine billige Angelegenheit, immerhin hält er auch viele Jahre. Auch selbstgefertigte "Modelle" aus Draht können die erwünschte Wirkung erbringen (s. Skizze). Darauf achten, dass 1. der Zaun tief genug in der Erde steckt (mind. 5 cm), 2. das Innere schneckenfrei ist (Fressköder auslegen und absammeln!).

Maßnahmen, die sich in der Praxis als weniger effektiv erwiesen haben – oder aus anderen Gründen abzulehnen sind:

Abwehrpflanzen - Abwehrjauchen - Thymian, Wermut, Lavendel, Farnkraut sind bei Schnecken unbeliebt, doch auch diese wirken nur, wenn die Individuenzahl relativ gering ist - bei "Invasionen" gibt es genügend Tiere, die sich keinen Deut um die unangenehmen Gerüche scheren und diese reichen aus, die Gemüsepflanzen oder Blumen kahl zu fressen.
Gleiches gilt für Abschreck-Jauchen (Rhabarberblätter-, Farnkraut-, Tomatentriebjauche lt. Abtei Fulda); einzig Senf, großflächig als Gründüngung ausgesät, hat einen nachhaltigen Erfolg.
Eierschalen-/Gesteinsmehlwall - man kann es versuchen, kostbare Einzelpflanzen durch solche "Kriechbarrieren" zu schützen, doch ist sehr viel Material dafür erforderlich (die Wälle müssen schon mehrere cm hoch und ca. 10 cm breit sein), was gerade bei Eierschalen schwierig werden kann. Auch sind sie störanfällig, können durch Starkregen abgespült werden und bedürfen ständiger Kontrolle. Legt sich nun ein Blatt über den Wall und berührt den Boden, entsteht eine bequeme Schneckenbrücke. Das Verfahren ist zu unsicher, besser verzichten.
Laufenten - fraglos vernichten sie eine ganze Menge Schnecken - allerdings genauso gerne die junge Grünsaat. Damit man nicht von Regen in die Traufe gerät, muss man sein junges Gemüse einzäunen - dann allerdings können die Enten nur einen kleinen Teil der Schnecken beseitigen. Auch brauchen sie einen Teich, Stall und zusätzliches Futter - nur wer Enten mag, sollte diese Methode in Betracht ziehen.
Schneckenbrühe - einige Schnecken töten und in Wasser verwesen lassen, nach einigen Tagen/1 Woche um die Pflanzen gießen - ist ein wirksames Abschreckmittel, das lange anhält - aber - der Verwesungsgeruch ist übel und es ist nicht ausgeschlossen, dass sich giftige Stoffe bilden, die möglicherweise an den Pflanzen haften bleiben. Eine sehr unästhetische, auf jeden Fall sehr bedenkliche Methode. Mancher Gartenbesitzer hat sich auf diese Art schon eine lebenslange Aversion eingehandelt.


Wo wohnt die glücklichste Nation?

Jedes Jahr veröffentlicht das Netzwerk für nachhaltige Entwicklung, eine Sonderarbeitsgruppe der UNO, den „World Happiness Report“, bei dem das Wohlergehen und die Zufriedenheit von 150 Ländern der Erde „unter die Lupe genommen“ und das Ergebnis in einer Art „Weltrangliste“ zusammengestellt wird.

Seit 2012 findet diese Studie, die sich als Ansporn für die Landesregierungen versteht, statt – glaubt man ihr, so sind es v.a. die nordischen Nationen, bei denen das Glück zuhause ist: Norwegen, Island, Dänemark landen regelmäßig auf den vorderen Plätzen, während Deutschland, einen der wohlhabendsten Nationen der Welt mit gut ausgebautem Sozialsystem, zwischen Platz 16 und 26 pendelt.
Woran liegt es? Haben manche Völker ein besonderes Talent zum Glücklichsein (Stichwort. Dänisches „Hygge“? Lässt dauerndes Wohlergehen abstumpfen? Oder – andersherum gefragt. gibt es überhaupt allgemeingültige Bewertungsparameter für Glück?  
Sechs Kriterien werden zur Beurteilung herangezogen: Brutto-Inlandsprodukt, die gesunde Lebenserwartung der Menschen, das soziale Angebot für Bedürftige, das Vertrauen der Befragten in Regierung und Wirtschaft, ihre gefühlte Selbstbestimmung und die Spendenbereitschaft als Ausdruck des Solidaritätsgefühls.
Es werden also materielle und soziale Aspekte berücksichtigt, subjektive Einschätzungen und objektive Erhebungen. Wird das Glück dadurch greifbarer? Messbarer? Und was lässt die Nordeuropäer nun so dauerhaft glücklicher sein als ihre Nachbarn?
Vielleicht ist es der Punkt „Vertrauen“ – nicht nur in die Regierung oder Wirtschaft, wie es vom Happiness-Report verstanden wird, sondern auch untereinander: So erklärten rd. 70 % der Befragten in Norwegen, dass sie ihren Mitmenschen Vertrauen schenken.
Auch die hohe soziale Absicherung (durch den Staat) schenkt vermutlich Sicherheit, die eher geringen Einkommensunterschiede entschärfen den gesellschaftlichen Wettbewerb.
Fürsorge, Achtung, Lebenssicherheit sind bestimmt wesentliche Faktoren für jeden einzelnen, um eine stabile Zufriedenheit zu erreichen.
Inwieweit kann ein Staat überhaupt dauerhaft eine „Glücksbasis“ schaffen? Oder bleibt Glücksempfinden letztendlich etwas ganz Persönliches, Flüchtiges, ja Unirdisches?

Das kleine Königreich Bhutan versucht sich zumindest an dieser großen Aufgabe: „Bruttosozialglück“ heißt das Schlüsselwort und es bildet einen bewussten Kontrapunkt zu dem üblichen „Bruttosozialprodukt“ als Leitziel, indem es klar macht: Das oberste Staatsziel ist das Glück der Bürger.
Wie kann das erreicht werden?
Man könnte sagen, Bhutan verfolgt eine Nachhaltigkeitsstrategie, die nicht nur materielle Komponenten umfasst und es setzt auf Bürgerbeteiligung.

Achtung vor traditionellen Werten und respektvoller, schonender Umgang mit der natürlichen Umwelt – beides wird in Bhutan als elementar wichtig betrachtet.
Auf diese Art entstand ein Nachhaltigkeitskonzept, das man nur als vorbildlich bezeichnen kann: So werden 60 % der Landesfläche stets bewaldet gehalten, was für Klimaneutralität sorgt, die Stromerzeugung erfolgt überwiegend durch Wasserkraft und soll weiter ausgebaut werden, um energetische Autarkie zu ermöglichen, die Landwirtschaft wird auf rein organische Düngung und biologische Behandlungsmethoden umgestellt – Bhutan könnte damit in einigen Jahren der erste, rein ökologische Agrarstaat werden – und vermutlich Pilgerziel der Nachhaltigkeitsforscher aus aller Welt.

Um das Wohlbefinden der Bevölkerung zu erhalten und, wenn nötig, zu erhöhen, wurde eigens das Amt für das Bruttonationalglück geschaffen, dessen Mitarbeiter eine jährliche Haustürbefragung unter den 700 000 Einwohner Bhutans durchführt. Auf einer Zufriedenheitsskala von 1 bis 10 kann jeder seinen persönlichen „Glücksgrad“ nennen und Anregungen geben, was verbessert werden könnte – so ist jeder Einzelne am Entwicklungsprozess beteiligt.
Dies alles geschieht ohne viel Aufregung und Diskussionen – eine stille Umwandlung, die vielleicht auch deshalb möglich war, weil Bhutan seit jeher ein spirituell ausgerichtetes Land gewesen ist. Nach der Annexion Tibets durch China entwickelte es sich sogar zu einem der letzten Refugien buddhistisch-lamaistischer Geistesausrichtung.
Klöster, Gebetsfahnen, rot gekleidete Mönche sieht man allerorten; sie prägen den Alltag der Bewohner – Religion in all ihren Erscheinungsformen ist ein selbstverständlicher Teil ihres Lebens.

Vielleicht findet sich ja hier ein Hinweis auf das „Mangelelement“, das zum Glücklichsein unbedingt dazu gehört. Eine starke geistige Verankerung, die Sicherheit und seelischen Schutz verleiht – auch in Krisensituationen. Aber das ist nur eine Vermutung.

Im aktuellen World Happiness-Reports nimmt Bhutan Platz 95 ein; das „Bruttonationalglück“ ist dabei freilich auch kein Bewertungskriterium.
Wirklich schade – mich würde es schon glücklich machen zu wissen, dass jemand um mein Glück besorgt ist.
Und wie beurteilen Sie sich auf einer Skala von 1 bis 10?

 

Über den ungewöhnlichen Weg von Bhutan gibt es auch einen Film: "What happiness is - auf der Suche nach dem Glück".

Den YouTube-Trailer können Sie HIER ansehen.


Nachhaltigkeit allerorten
Eigentlich ist es gar kein neues Thema – auch wenn es aktuell kaum eine öffentliche politische Debatte oder Mediendarstellung gibt, in der es nicht früher oder später angeschnitten wird: „Nachhaltigkeit“ avanciert von der Marotte kauziger Ökologen zur Leitlinie der gesamten Wirtschaftsentwicklung.
Während also viel Staub aufgewirbelt wird, das „substainable developement“ (zumindest auf dem Papier) unaufhaltsam fortschreitet, praktiziert die Forstwirtschaft eben dieses Prinzip bereits seit mehr als 300 Jahren – ohne viel Aufhebens, dafür mit anhaltendem Erfolg. Nachdem die Wälder weitgehend in Glashütten verheizt und in Bergwerken verbaut waren und kurz vor dem Niedergang standen, zog man die Notbremse, schwenkte um und entnahm fortan nicht mehr Holz als nachreifte – ein einfaches, wirkungsvolles Verfahren und bis zum heutigen Tag aktuell.
Ob auch andere Wirtschaftszweige diese Konsequenz zeigen und aus den zahlreichen Lippenbekenntnissen Taten werden, bleibt abzuwarten.


“Earth Overshoot Day” – Leben auf Pump
Fraglos muss man sich von einigen lieben Gewohnheiten trennen – das dürfte inzwischen allen klar sein. Wir haben schon viel zu lange „auf Pump“ gelebt, der „Earth Overshoot Day“, der „Welterschöpfungstag“, an dem wir mehr Ressourcen verbraucht haben als nachwachsen können, liegt inzwischen Ende Juli – und tritt jedes Jahr früher ein (Ausnahme: Das „Corona“-Jahr – es hat ihn um mehrere Wochen auf den 22. August verschoben).
Ein umsichtigeres, ja bescheideneres Handeln tut Not, aber vor allem eine veränderte Einstellung, denn sie ist die Grundvoraussetzung für ein dauerhaft verändertes Handeln. Ehrfurcht vor dem Leben, die Maxime von Albert Schweitzer, Wertschätzung all der natürlichen Güter, die uns zur Verfügung stehen – denn das sind nicht wenige – und eine neue Definition von Lebensqualität.
Das bedeutet auch Abschied von einem künstlich forcierten Wirtschaftswachstum – nur eine in der langen Liste unserer Sünden, aber eine sehr wesentliche.


Geplante Obsoleszenz – Mittel zum Zweck
Begierde nach einem Produkt im potenziellen Kunden zu wecken, mag noch eine `legitime´ Form der Absatzsteigerung sein, das Produkt jedoch kurzlebiger zu machen als man könnte, um auf diese Weise eine höhere Stückzahl davon zu verkaufen, mutet schon kriminell an – ist jedoch so verbreitet, dass es dafür sogar einen eigenen Begriff gibt: „Geplante Obsoleszenz“ nennt man die Strategie und sie wird mehr oder weniger offen und mit allgemeiner Billigung betrieben.

Nur ein Beispiel: 1925 fand in Genf ein Treffen der international führenden Glühlampen-Produzenten statt, das mit Gründung des sog. Phoebus-Kartells endete. Die Legalität der damals gefassten Beschlüsse ist noch immer heftig umstritten, insbesondere die Festlegung, die Lebensdauer sämtlicher Glühbirnen auf 1000 Stunden zu begrenzen - eine Regelung, die erst sehr viel später in der Öffentlichkeit bekannt wurde. Nichtsdestotrotz überlebte sie das Kartell selbst, das 1941 offiziell aufgelöst wurde, und bestand unverändert bis zum Ausscheiden der traditionellen Glühbirne - es würde nicht weiter überraschen, wenn sie für die modernen Leuchtmittel in modifizierter Form noch immer gilt.

Centennial Light
Der Gegenentwurf: Im kalifornischen Städtchen Livermore hängt in der Feuerwache eine 60 Watt-Glühbirne. Sie hängt dort seit dem Jahr 1901 und ebenso lange brennt sie schon – ununterbrochen, seit nunmehr bald 120 Jahren. Die Birne ist berühmt – es wurden Feste wegen ihr gefeiert, Filme über sie gedreht und jeder kann sie, 24 Stunden am Tag, über webcam ansehen (von denen sie schon mehrere überlebt hat): http://www.centennialbulb.org
Mag diese „älteste Glühbirne der Welt“ auch eine Ausnahme sein – sie zeigt, was technisch möglich ist und wie viel Potenzial der Begriff „Nachhaltigkeit“ in sich birgt. Das könnte als Ansporn dienen; ein Produkt wie dieses herzustellen, muss den Fertiger mit Stolz und Zufriedenheit erfüllen – ein immaterieller Gewinn, der möglicherweise den materiellen Verlust mehr als ausgleicht.
Die Nachhaltigkeits-Bilanzen, die momentan wie Pilze aus dem Boden schießen, würden dabei ebenfalls an Gehalt gewinnen und mehr sein als sie leider oftmals sind: Ein prestige-fördernder Firnis, ein schickes grünes Mäntelchen, passend zur weißen Weste, die man (angeblich) ja schon immer gehabt hat.

 

 

auf den folgeseiten - unsere hauptarbeitgebiete im detail: