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zen homoeopathy - sanfte heilung für die erde

Es ist, könnte man sagen, eine spirituelle Form von Homöopathie, die Torako Yui praktiziert:
Ihre Behandlungen beschränken sich nicht auf menschliche Erkrankungen, sondern umfassen auch eine Harmonisierung der natürlichen Kräfte mittels Homöopathie, die ganz in der Tradition des japanischen Shintoismus steht.
Schon ihr erster Kontakt mit der Klassischen westlichen Homöopathie mutet geradezu übersinnlich an: Auslöser war – wie nicht selten – eine eigene schwere Erkrankung, eine heftige, chronische Colitis -offenbar durch keine Therapie zu heilen.
In letzter Verzweiflung, der Eingebung eines nächtlichen Traums folgend und gegen rationale Bedenken, entschloss sie sich zu einem Besuch beim Homöopathen. Die schrittweise, ihre eigene Lebenseinstellung grundlegend ändernde Heilung, weckte auch den Wunsch, sich beruflich intensiv mit diesem Gebiet zu beschäftigen und führte letztendlich dazu, dass Torako Yui zur Vorreiterin der klassischen Homöopathie in Japan wurde, die Heilmethode vor über 20 Jahren im ganzen Land bekannt machte und begründete die Kaiserliche Homöopathie-Gesellschaft.

 Zudem betreibt sie – ihrem ganzheitlichen Verständnis entsprechend – praktischen Biolandbau mit Patienten und Kollegen; das Mittel „Earth Harmony“ entsprang dieser intensiven Beschäftigung mit Pflanzen und Boden. Es handelt sich um eine Kombination verschiedener Potenzen (genaues Rezept geheim), die ein ausgewogenes Kräfteverhältnis im Boden schafft und damit die darin wurzelnden Pflanzen zu besonders kräftigem und frischem Wachstum anregt.

Stimmen aus der Praxis (zitiert nach narayana-verlag.de):

"Ich habe 2 Zuccini Stöcke, Tomaten und 2 Blumenkästen als Versuchskaninchen getestet:
Zuccini: der Stock ohne Earth Harmony hatte einen etwas sonnigeren Platz, wuchs gut und brachte viele Zuccinis. Der Stock mit Earth Harmony stand etwas schattiger. Er hatte anfangs nicht so viele Blüten, dafür hatte er mehr Blätter, die auch dunkler, größer und kräftiger waren. Nach ein paar Wochen war er fast doppelt so groß wie der Pflanze ohne Earth Harmony. Er hatte einige Früchte, allerdings nicht so viele wie der andere. Gegen Saisonende hingegen legte er nochmal so richtig nach und hatte deutlich mehr Blüten und Zuccinis als der Stock ohne Earth Harmony.
Bei den Tomaten konnte ich ähnliches beobachten: schauten die Pflanzen anfangs "gesünder" aus (grüner, kräftiger) mit weniger Blüten, holten sie gerade zum Ende der Saison auf und ich kann jetzt noch Tomaten an ihnen ernten, während die anderen Pflanzen schon auf dem Komposthaufen liegen.
Bei den Blumenkästen war der Erfolg mit Earth Harmony so eindeutig, daß ich nach 2 Wochen beide Kästen mit den  Tropfen versorgt habe. Meiner Meinung nach war die homöopathische Gartenkomposition ein Erfolg."

 

Zitat aus narayana-verlag.ch:

"Es fördert das Pflanzenwachstum ungemein und wenn es zur Blütenbildungszeit gegeben wird, werden viel mehr Blüten angelegt. Wichtig ist aber, dass man dann auch genügend düngt, denn die Pflanze legt nach der Anwendung von Earth Harmony echt los."

 

Wer Earth Harmony selbst ausprobieren möchte, findet es HIER!


baldrian, der blüten-zauberer

Es gibt selten Pflanzenpflegemittel, bei denen alles Wünschenswerte zusammentrifft: Sie sind hochwirksam, dabei unschädlich, einfach in der Anwendung, vielfältig einsetzbar und sparsam.
Der Baldrianblüten-Extrakt scheint all diese positiven Eigenschaften in sich zu vereinen – ursprünglich ein Spezialpräparat im biologisch-dynamischen Landbau zur Förderung der Rotte im Kompost-/Misthaufen und zur Steigerung der Düngerqualität, hat sich sein Können erst allmählich in ganzem Umfang erschlossen.
Das Geheimnis seiner bemerkenswerten Wirkungen besteht v.a. darin, dass er die Wärmeprozesse im Pflanzen- und Bodenstoffwechsel stark anregt und speziell das Lichtelement Phosphor aktiviert, das bei der Blüten- und Fruchtbildung eine wesentliche Rolle spielt.

Baldrianblüten-Extrakt wird  1 : 1000  verdünnt, das heißt 1 ml Extrakt auf einen Liter Wasser (lauwarm). 5-10 Minuten verrühren, danach alle oberirdischen Pflanzenteile mit feiner Düse leicht besprühen, zusätzlich kann mit der gleichen Konzentration gegossen werden. Auch eine Überdosierung  ist unschädlich!

Für die Praxis besondere Bedeutung hat der Baldrianblüten-Extrakt auf folgenden Gebieten:

Starke Anregung der Blühfreudigkeit und Blühdauer bei einer Vielzahl von Blütenpflanzen
Hierzu ein Auszug aus einem Fachartikel von Iris Mühlberger in „Lebendige Erde“ 2/2008 über die Erfahrungen der Gärtnerin MARGIT ETTWEIN aus Waldenburg:

„Sie gibt es seit vielen Jahren, wie einen Dünger, alle paar Wochen, ihren Zierpflanzen, besonders Rhododendren, Kamelien, Azaleen, Geranien, Orchideen und Kakteen. „Sie danken es mit einem reichhaltigen Blütenzauber“, schreibt die begeisterte Gärtnerin und schickt beeindruckende Fotos mit. Ihre Pflanzen würden von Jahr zu Jahr immer üppiger blühen. Auch bei Sommerblumen hat es die Waldenburgerin schon mit Erfolg getestet. Sie schwört dabei auf den bio-dynamischen Baldrianblüten-Extrakt. Ein Produkt einer anderen Firma konnte die Gärtnerin nicht überzeugen. Die Rhododendren und Azaleen bekommen etwa viermal im Jahr den Extrakt, die Kakteen bei jedem zweiten Gießen und die Orchideen jede dritte Woche, zusätzlich zum Orchideendünger. [.....]
Die Wirkung kann noch verstärkt werden, wenn das Präparat an Blütentagen nach dem Mondkalender von Maria Thun angewendet wird.“

Die besondere Anregung der Blühfreudigkeit von Kakteen und Orchideen wurde von zahlreichen Züchtern und Pflanzenliebhabern inzwischen bestätigt, auch blühmüde Obstbäume und Rosen reagieren sehr positiv, wie verschiedene Praktiker beobachten konnten.

 

Schutz der Blüten von (Spät)frösten
Bei drohenden Spätfrösten am Vorabend Baldrianblüten-Extrakt in die Blüten sprühen – es entwickelt sich eine Wärmehülle, die gegen leichte Fröste (bis -5 °C) Schutz bietet.

Starke Anregung des Bodenlebens, insbesondere der Regenwürmer
Im Kompost oder Misthaufen oder auch im Freiland bewirkt Baldrianblüten-Extrakt eine starke Anregung der Wärmeprozesse, Aktivierung des Bodenlebens (der Regenwurmbesatz steigt sichtbar!) und damit Beschleunigung der Vererdungsprozesse.

Samenbäder
Die Abtei Fulda empfiehlt Baldrianblüten-Extrakt als Samenbad für Tomaten, Möhren, Zwiebeln, Sellerie. 1-2 Tropfen Baldrianblüten-Extrakt in ein Schälchen mit Regenwasser geben, Saatgut ca. 15 Min. weichen lassen, auf saugfähiger Unterlage trocknen lassen bis streufähig, nach max. 2 Tagen aussäen.

Pilzhemmende Wirkung
Beobachtungen der Abtei Fulda stellten einen Rückgang der Braunfleckenkrankheit bei Tomatenpflanzen fest, wenn vorbeugend Baldrianblüten-Extrakt angewendet wurde. Eine Kombination mit Schachtelhalm-Extrakt empfiehlt sich.


Wo wohnt die glücklichste Nation?

Jedes Jahr veröffentlicht das Netzwerk für nachhaltige Entwicklung, eine Sonderarbeitsgruppe der UNO, den „World Happiness Report“, bei dem das Wohlergehen und die Zufriedenheit von 150 Ländern der Erde „unter die Lupe genommen“ und das Ergebnis in einer Art „Weltrangliste“ zusammengestellt wird.

Seit 2012 findet diese Studie, die sich als Ansporn für die Landesregierungen versteht, statt – glaubt man ihr, so sind es v.a. die nordischen Nationen, bei denen das Glück zuhause ist: Norwegen, Island, Dänemark landen regelmäßig auf den vorderen Plätzen, während Deutschland, einen der wohlhabendsten Nationen der Welt mit gut ausgebautem Sozialsystem, zwischen Platz 16 und 26 pendelt.
Woran liegt es? Haben manche Völker ein besonderes Talent zum Glücklichsein (Stichwort. Dänisches „Hygge“? Lässt dauerndes Wohlergehen abstumpfen? Oder – andersherum gefragt. gibt es überhaupt allgemeingültige Bewertungsparameter für Glück?  
Sechs Kriterien werden zur Beurteilung herangezogen: Brutto-Inlandsprodukt, die gesunde Lebenserwartung der Menschen, das soziale Angebot für Bedürftige, das Vertrauen der Befragten in Regierung und Wirtschaft, ihre gefühlte Selbstbestimmung und die Spendenbereitschaft als Ausdruck des Solidaritätsgefühls.
Es werden also materielle und soziale Aspekte berücksichtigt, subjektive Einschätzungen und objektive Erhebungen. Wird das Glück dadurch greifbarer? Messbarer? Und was lässt die Nordeuropäer nun so dauerhaft glücklicher sein als ihre Nachbarn?
Vielleicht ist es der Punkt „Vertrauen“ – nicht nur in die Regierung oder Wirtschaft, wie es vom Happiness-Report verstanden wird, sondern auch untereinander: So erklärten rd. 70 % der Befragten in Norwegen, dass sie ihren Mitmenschen Vertrauen schenken.
Auch die hohe soziale Absicherung (durch den Staat) schenkt vermutlich Sicherheit, die eher geringen Einkommensunterschiede entschärfen den gesellschaftlichen Wettbewerb.
Fürsorge, Achtung, Lebenssicherheit sind bestimmt wesentliche Faktoren für jeden einzelnen, um eine stabile Zufriedenheit zu erreichen.
Inwieweit kann ein Staat überhaupt dauerhaft eine „Glücksbasis“ schaffen? Oder bleibt Glücksempfinden letztendlich etwas ganz Persönliches, Flüchtiges, ja Unirdisches?

Das kleine Königreich Bhutan versucht sich zumindest an dieser großen Aufgabe: „Bruttosozialglück“ heißt das Schlüsselwort und es bildet einen bewussten Kontrapunkt zu dem üblichen „Bruttosozialprodukt“ als Leitziel, indem es klar macht: Das oberste Staatsziel ist das Glück der Bürger.
Wie kann das erreicht werden?
Man könnte sagen, Bhutan verfolgt eine Nachhaltigkeitsstrategie, die nicht nur materielle Komponenten umfasst und es setzt auf Bürgerbeteiligung.

Achtung vor traditionellen Werten und respektvoller, schonender Umgang mit der natürlichen Umwelt – beides wird in Bhutan als elementar wichtig betrachtet.
Auf diese Art entstand ein Nachhaltigkeitskonzept, das man nur als vorbildlich bezeichnen kann: So werden 60 % der Landesfläche stets bewaldet gehalten, was für Klimaneutralität sorgt, die Stromerzeugung erfolgt überwiegend durch Wasserkraft und soll weiter ausgebaut werden, um energetische Autarkie zu ermöglichen, die Landwirtschaft wird auf rein organische Düngung und biologische Behandlungsmethoden umgestellt – Bhutan könnte damit in einigen Jahren der erste, rein ökologische Agrarstaat werden – und vermutlich Pilgerziel der Nachhaltigkeitsforscher aus aller Welt.

Um das Wohlbefinden der Bevölkerung zu erhalten und, wenn nötig, zu erhöhen, wurde eigens das Amt für das Bruttonationalglück geschaffen, dessen Mitarbeiter eine jährliche Haustürbefragung unter den 700 000 Einwohner Bhutans durchführt. Auf einer Zufriedenheitsskala von 1 bis 10 kann jeder seinen persönlichen „Glücksgrad“ nennen und Anregungen geben, was verbessert werden könnte – so ist jeder Einzelne am Entwicklungsprozess beteiligt.
Dies alles geschieht ohne viel Aufregung und Diskussionen – eine stille Umwandlung, die vielleicht auch deshalb möglich war, weil Bhutan seit jeher ein spirituell ausgerichtetes Land gewesen ist. Nach der Annexion Tibets durch China entwickelte es sich sogar zu einem der letzten Refugien buddhistisch-lamaistischer Geistesausrichtung.
Klöster, Gebetsfahnen, rot gekleidete Mönche sieht man allerorten; sie prägen den Alltag der Bewohner – Religion in all ihren Erscheinungsformen ist ein selbstverständlicher Teil ihres Lebens.

Vielleicht findet sich ja hier ein Hinweis auf das „Mangelelement“, das zum Glücklichsein unbedingt dazu gehört. Eine starke geistige Verankerung, die Sicherheit und seelischen Schutz verleiht – auch in Krisensituationen. Aber das ist nur eine Vermutung.

Im aktuellen World Happiness-Reports nimmt Bhutan Platz 95 ein; das „Bruttonationalglück“ ist dabei freilich auch kein Bewertungskriterium.
Wirklich schade – mich würde es schon glücklich machen zu wissen, dass jemand um mein Glück besorgt ist.
Und wie beurteilen Sie sich auf einer Skala von 1 bis 10?

 

Über den ungewöhnlichen Weg von Bhutan gibt es auch einen Film: "What happiness is - auf der Suche nach dem Glück".

Den YouTube-Trailer können Sie HIER ansehen.


Was tun gegen den Buchsbaumzünsler?

Seit er 2007 zum ersten Mal in Deutschland gesichtet wurde, hat sich der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) zunehmend zu einer schwer beherrschbaren Plage in Gärten und Parks entwickelt. Ursprünglich aus Ostasien stammend, breitet er sich stetig von Süddeutschland über das Rheintal nach Norden aus, was ihm bei einer Vermehrungsrate von 2-3 Populationen pro Jahr nicht schwer fällt.

Wer die "chemische Keule" nicht schätzt, dem bleiben, neben mühsamem Absammeln und Wasserstrahlen, einige natürliche Präparate wie Niem-Produkte (hemmen die Fresslust, behindern die Verpuppung) oder Einstäuben mit Algenkalk (schreckt die Raupen ab). Auch die allgemeine Pflanzenstärkung (etwa durch Biplantol Buxus) hat sich bewährt.

 

Nun liegen außerdem positive Berichte über die Anwendung einer Zünsler-Nosode vor, wie Sie den nachfolgenden Originaltexten von Praktikern entnehmen können. (Alle Zitate entstammen der Seite www.narayana-verlag.de)

Anwenderstimmen:
"Ich habe mehre Buchsbaumhecken im Garten und vor dem Haus. Dort befindet sich eine große Hecke mit 13 Buchsbäumen, die ca. 120 cm hoch sind und zwei kleine Hecken, ca. 100 cm hoch. Diese waren sehr stark vom Buchsbaumzünsler befallen und ich hatte schon darüber nachgedacht, diese durch andere Heckenpflanzen zu ersetzen. Im März 2019 spritze ich dann das erste mal mit einer 5 L Druckspritze das Mittel, wie von Ihnen angegeben. Nach 14 Tagen wurden die Hecken geschnitten und mit Arnica C 200 behandelt. Anschließend habe ich alle 4 Wochen die Hecken entsprechend mit dem Buchsbaumzünslermittel gespritzt und zwar von April bis Oktober. Es dauerte etwa 8 Wochen, dann wurden die großen Buchsbäume wieder sehr schön grün und üppig. Die beiden kleinen Hecken taten sich etwas schwerer, zogen aber bald nach. Da es im Oktober bereits sehr oft regnete, war die letzte Spritzung nicht so erfolgreich und an einzelnen Bäumen zeigten sich kleinere Fraßstellen. Ich bin aber sehr optimistisch, auch diese wieder in den Griff zu bekommen. Leider habe ich nur von einer der kleinen Hecken ein vorher und ein nachher Foto gemacht, die ich auch hier beifüge. Hinter dem Haus habe ich ein Bauergartenbeet mit Buchseinfassung, das ich aus Verzweiflung handbreit hoch abgeschnitten hatte. Auch das habe ich erst mit Arnica und dann mit Buchsbaumzünsler extra gespritzt. Die Bäumchen haben auch wieder gut ausgeschlagen und sind saftig grün.
Ich bin sehr froh, dass es diese umweltfreundliche Alternative gibt, die zudem noch wesentlich preiswerter ist als das ganze Gift."   D.

Keine Raupen zu sehen
"Nach einer Behandlung bereits waren die Raupen dezimiert und nach der zweiten keine mehr zu sehen. Ob das auf Dauer ist, bleibt ja noch abzuwarten."

Gartenfreund

 

Buchsbaumzünsler
"Das Produkt ist hervorragend
ich brauche es schon seit drei Jahren und spritze es mit Buchsbaumdünger von Biplantol und ich habe keine Viecher mehr."  K.

 

"Ich habe das Homeoplant Buchsbaumzünsler jetzt des öfteren angewandt. Ob es wirklich hilft bleibt abzuwarten. Es sind imnmer wieder neue Raupen da. Ich gebe die Hoffnung nicht auf und behandle immer wieder. Ich kehre den Buchsbaum ab, dann fallen die Raupen heraus."   M.S.

 

Wie man erkennen kann, sind die Erfahrungen gemischt, doch insgesamt so positiv, dass ein Versuch allemal lohnenswert erscheint. Wenn Sie dies möchten, gibt es hier die Möglichkeit.

 

 

Nachhaltigkeit allerorten
Eigentlich ist es gar kein neues Thema – auch wenn es aktuell kaum eine öffentliche politische Debatte oder Mediendarstellung gibt, in der es nicht früher oder später angeschnitten wird: „Nachhaltigkeit“ avanciert von der Marotte kauziger Ökologen zur Leitlinie der gesamten Wirtschaftsentwicklung.
Während also viel Staub aufgewirbelt wird, das „substainable developement“ (zumindest auf dem Papier) unaufhaltsam fortschreitet, praktiziert die Forstwirtschaft eben dieses Prinzip bereits seit mehr als 300 Jahren – ohne viel Aufhebens, dafür mit anhaltendem Erfolg. Nachdem die Wälder weitgehend in Glashütten verheizt und in Bergwerken verbaut waren und kurz vor dem Niedergang standen, zog man die Notbremse, schwenkte um und entnahm fortan nicht mehr Holz als nachreifte – ein einfaches, wirkungsvolles Verfahren und bis zum heutigen Tag aktuell.
Ob auch andere Wirtschaftszweige diese Konsequenz zeigen und aus den zahlreichen Lippenbekenntnissen Taten werden, bleibt abzuwarten.


“Earth Overshoot Day” – Leben auf Pump
Fraglos muss man sich von einigen lieben Gewohnheiten trennen – das dürfte inzwischen allen klar sein. Wir haben schon viel zu lange „auf Pump“ gelebt, der „Earth Overshoot Day“, der „Welterschöpfungstag“, an dem wir mehr Ressourcen verbraucht haben als nachwachsen können, liegt inzwischen Ende Juli – und tritt jedes Jahr früher ein (Ausnahme: Das „Corona“-Jahr – es hat ihn um mehrere Wochen auf den 22. August verschoben).
Ein umsichtigeres, ja bescheideneres Handeln tut Not, aber vor allem eine veränderte Einstellung, denn sie ist die Grundvoraussetzung für ein dauerhaft verändertes Handeln. Ehrfurcht vor dem Leben, die Maxime von Albert Schweitzer, Wertschätzung all der natürlichen Güter, die uns zur Verfügung stehen – denn das sind nicht wenige – und eine neue Definition von Lebensqualität.
Das bedeutet auch Abschied von einem künstlich forcierten Wirtschaftswachstum – nur eine in der langen Liste unserer Sünden, aber eine sehr wesentliche.


Geplante Obsoleszenz – Mittel zum Zweck
Begierde nach einem Produkt im potenziellen Kunden zu wecken, mag noch eine `legitime´ Form der Absatzsteigerung sein, das Produkt jedoch kurzlebiger zu machen als man könnte, um auf diese Weise eine höhere Stückzahl davon zu verkaufen, mutet schon kriminell an – ist jedoch so verbreitet, dass es dafür sogar einen eigenen Begriff gibt: „Geplante Obsoleszenz“ nennt man die Strategie und sie wird mehr oder weniger offen und mit allgemeiner Billigung betrieben.

Nur ein Beispiel: 1925 fand in Genf ein Treffen der international führenden Glühlampen-Produzenten statt, das mit Gründung des sog. Phoebus-Kartells endete. Die Legalität der damals gefassten Beschlüsse ist noch immer heftig umstritten, insbesondere die Festlegung, die Lebensdauer sämtlicher Glühbirnen auf 1000 Stunden zu begrenzen - eine Regelung, die erst sehr viel später in der Öffentlichkeit bekannt wurde. Nichtsdestotrotz überlebte sie das Kartell selbst, das 1941 offiziell aufgelöst wurde, und bestand unverändert bis zum Ausscheiden der traditionellen Glühbirne - es würde nicht weiter überraschen, wenn sie für die modernen Leuchtmittel in modifizierter Form noch immer gilt.

Centennial Light
Der Gegenentwurf: Im kalifornischen Städtchen Livermore hängt in der Feuerwache eine 60 Watt-Glühbirne. Sie hängt dort seit dem Jahr 1901 und ebenso lange brennt sie schon – ununterbrochen, seit nunmehr bald 120 Jahren. Die Birne ist berühmt – es wurden Feste wegen ihr gefeiert, Filme über sie gedreht und jeder kann sie, 24 Stunden am Tag, über webcam ansehen (von denen sie schon mehrere überlebt hat): http://www.centennialbulb.org
Mag diese „älteste Glühbirne der Welt“ auch eine Ausnahme sein – sie zeigt, was technisch möglich ist und wie viel Potenzial der Begriff „Nachhaltigkeit“ in sich birgt. Das könnte als Ansporn dienen; ein Produkt wie dieses herzustellen, muss den Fertiger mit Stolz und Zufriedenheit erfüllen – ein immaterieller Gewinn, der möglicherweise den materiellen Verlust mehr als ausgleicht.
Die Nachhaltigkeits-Bilanzen, die momentan wie Pilze aus dem Boden schießen, würden dabei ebenfalls an Gehalt gewinnen und mehr sein als sie leider oftmals sind: Ein prestige-fördernder Firnis, ein schickes grünes Mäntelchen, passend zur weißen Weste, die man (angeblich) ja schon immer gehabt hat.

 

 

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